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Kaiserkrone: 6-Tage-Wanderung rund um den Wilden Kaiser

Faszinierende Eindrücke und unvergessliche Erlebnisse


11.07.2014

Sechs Tage lang jeden Tag etwas Besonderes erleben: berühmte Gipfel, urige Berghütten und die Schönheit der Berge und Natur. Die Umrundung des Wilden Kaiser - die Kaiserkrone - ist eine einzigartige Reise in eine Bergwelt voller Geschichten und Begegnungen.

Man muss ihm ganz nahe gekommen sein. Auf gewundenen Pfaden seine Schönheit, seine Vielseitigkeit und seine unzähligen Geschichten kennen gelernt haben. Der Wilde Kaiser ist herrschaftlich und romantisch zugleich. Seine unterschiedlichen Facetten entdeckt man am besten indem man ihn umrundet: Die Kaiserkrone führt in sechs Tagen von Hütte zu Hütte um eines der eindrucksvollsten und berühmtesten Bergmassive Tirols. Sechs Tage und 65 Kilometer wandern, auf sanften Almwegen und knackigen Bergpfaden, vorbei an berühmten Kletterwänden und urigen Almen. Sechs Tage mit insgesamt je 5.000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Die Kaiserkrone ist im wahrsten Sinne des Wortes die "Krönung" für jeden Wanderer am Wilden Kaiser.

Rund um den Wilden Kaiser; Bildquelle: TVB Wilder Kaiser
Der beliebteste Zustieg
zur Kaiserkrone startet beim Goinger Badesee auf der Sonnenseite des Wilden Kaisers. Eine gute Gelegenheit, die Füße noch einmal im klaren Bergquellwasser zu erfrischen. Die ersten 600 Höhenmeter führen hinauf zur aussichtsreich gelegenen Oberen Regalm, die für ihr köstliches Almfrühstück mit selbstgemachtem Bauernbrot und Wurst vom hofeigenen Harass-Rind bekannt ist. Der Weg verläuft westwärts an den Südflanken des Wilden Kaisers entlang, vorbei am Bergsteigergrab des berühmten Bergpioniers Much Wieser, über die Gaudeamushütte zur stolz auf einer Anhöhe thronenden Gruttenhütte. Sie wurde 1899 erbaut und liegt auf 1.620 Meter am Fuße der Ellmauer Halt. Damit ist sie die höchstgelegene Hütte am Wilden Kaiser. Ein herzhaftes Abendessen auf der Terrasse mit einem herrlichen Ausblick bis zum Großvenediger beendet den ersten Tag.

Am nächsten Tag führt der Weg von der Gruttenhütte durch Latschenfelder und Bergwälder weiter westwärts. Unterwegs überrascht der Wilde Kaiser mit besonderen Eindrücken. Dazu gehören die betagten Hüttenwirte der Steiner Hochalm, die mit Gesang und Harfenspiel für gute Unterhaltung sorgen, und natürlich das Etappenziel: der Hintersteiner See mit seinem klaren türkisblauen Wasser.

Am dritten Tag sind die Stöfflhütte und die Walleralm unverzichtbare Zwischenstationen. Die beiden Traditionshütten verwöhnen ihre Gäste unter anderem mit hausgemachtem Kuchen, Brettljausen und selbstgebrautem Bier. So gestärkt ist der letzte Abschnitt über die Almwiesen zur Kaindlhütte fast ein Spaziergang.

Nach der Übernachtung in der Kaindlhütte wartet nun die Nordseite des Wilden Kaisers mit seinen berühmten Felswänden. Vorbei an den Hackenköpfen führt der Weg hinunter ins Kaisertal mit seinem bekannten Berggasthäusern und Hütten. Dazu gehört das Anton-Karg-Haus ebenso wie das Hans-Berger-Haus, wo man sich Zeit für die Bio-Bergküche und für die Gipfel-Bibliothek nehmen sollte. Der letzte Abschnitt an diesem Tag ist dann der anstrengende Aufstieg zum Etappenziel Stripsenjochhaus unterhalb der legendären Felswände von Totenkirchl und Fleischbank, die in Klettererkreisen Kultstatus erlangt haben.

Nach einem kurzen Anstieg zum Stripsenkopf mit seinem eindrucksvollen Aussichtspavillon geht es auf einem sanften Bergrücken hoch über dem Naturschutzgebiet Kaiserbachtal bis zum Weiler Griesenau. Der Gasthof Griesenau ist ein Erbhof und bekannt für seine exzellenten Forellen und Zimmer mit Blick auf den hauseigenen Seerosenteich.

Am letzten Tag führt der Weg über den westlichen Niederkaiser wieder zurück auf die Südseite des Wilden Kaisers. Der Schleierwasserfall ist nicht nur ein besonders spektakulärer Wasserfall. Direkt neben und sogar hinter ihm verlaufen zahlreiche Kletterrouten durch die senkrechten, meist sogar überhängenden Wände. Ein breiter Weg durch den Bergwald bringt die Kaiserkrone Wanderer wieder zurück zum Ausgangspunkt dieser Tour, dem Goinger Badesee. Bei einem erfrischenden Bad mit Blick zurück kann man diese faszinierenden Eindrücke und unvergesslichen Erlebnisse am Wilden Kaiser noch einmal Revue passieren lassen.

Begehbar ist die Kaiserkrone von Anfang Juni bis Anfang Oktober. Sechs verschiedene Ein- und Ausstiege sowie die zahlreichen Hütten entlang der Strecke ermöglichen sehr flexible und individuelle Routenplanungen. Für ein langes Wochenende empfiehlt sich etwa die 3 Tage-Hüttenwanderung von Going bis zum Hintersteiner See, von wo es mit dem kostenlosen Wanderbus wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. Mit diesem Service können die ersten drei Etappen der Kaiserkrone auch als Tagestouren vom Tal aus durchgeführt werden.

Weitere Infos unter www.wilderkaiser.info