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Der neue Weitwanderweg Nibelungengau

110 Gesamtkilometer in Etappen von 10 bis 22 Kilometer erwanderbar.


10.06.2014

Wo einst Rüdiger von Bechlaren im Nibelungenlied seinen Sitz als Lehensmann des Hunnenkönigs Attila hatte, windet sich der neue Weitwanderweg Nibelungengau an den Ufern der Donau durch die schöne Flusslandschaft. Man wandert donauabwärts zwischen dem oberösterreichischen Donausteig im Westen und dem Welterbesteig Wachau im Osten. 110 km Gesamtlänge hat der Weitwanderweg Nibelungenau, der sowohl nördlich als auch südlich der Donau verläuft. Der Weg ist aussichtsreich, führt durch pittoreske Landschaften und teilweise am Donauufer entlang an schönen Plätzen und interessanten Ausflugszielen vorbei. Die Etappen sind zwischen 10 und 22 Kilometer lang.

Die Weitwanderroute im Nibelungengau führt am Nordufer teilweise durch Wälder, durch eine wildromantische Klamm, dann weiter zum Wallfahrtsort Maria Taferl bis nach Artstetten - der ehemaligen Wahl-Heimat von Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Von hier wandert man weiter nach Leiben, wo die Etappe zum 800 Jahre alten Schloss Leiben führt und der Weitwanderweg schließlich in Emmersdorf an den Welterbesteig anschließt. Für eine kulturelle Pause lohnt sich der Besuch der Basilika von Maria Taferl. Eine der bekanntesten Wallfahrtskirchen Österreichs stellt in ihrer Schatzkammer die vielen persönlichen Votivgaben der Pilger aus. In traumhafter Lage am Taferlberg gelegen überblickt man von der Basilika das gesamte Donautal des Nibelungengaus. Schloss Artstetten mit den unverkennbaren Zwiebeltürmen - einst Familiensitz und Sommerresidenz der kaiserlichen Familie - ist ein besonderes Schmuckstück und eine historische Entdeckung nicht nur für K & K Interessierte. Das Schloss ist die letzte Ruhestätte für Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seiner bürgerlichen Gemahlin Sophie Herzogin, wo eine sehr persönliche Ausstellung rund um das private Leben des Thronfolgers und seiner Familie gezeigt wird. Besonders sehenswert ist auch die aktuelle Ausstellung rund um den 1. Weltkrieg "Regieren & Verlieren: Kaiser Karl - Eine Herausforderung zum Frieden".
Weiter östlich bekommen Wanderer im Schloss Leiben Erstaunliches zu sehen. Das Landtechnikmuseum beherbergt seit 1991 die Spezialsammlung des Traktorensammlers Martin Trausnitz. Traktoren der allerersten Generation sind hier gut erhalten. Viele der bis zu 80 Jahre alten landwirtschaftlichen Raritäten und Oldtimer aus den Jahren 1910 bis 1941 beeindrucken nicht nur Technikfans.
Von Leiben zweigt der Weg ab: geht man Richtung Klein Pöchlarn kommt man zum Anschluss an die Südroute des Weitwanderwegs Nibelungengau. Geht man von Leiben weiter bis zum Donaukraftwerk Melk erreicht man den Anschluss an den Welterbesteig Wachau.

Gemächlicher geht es auf den südlichen Etappen zwischen Ybbs und Pöchlarn zu. Das Land ist weit, es eröffnen sich wunderbare Blicke auf das hügelige und bewaldete Donau-Nordufer. Mit Ybbs, Krumnussbaum, Erlauf und Pöchlarn liegen 4 Gemeinden auf der Südroute des Weitwanderwegs. Man wandert häufig direkt am Donauufer entlang der Treppelwege. Auf diesen Pfaden zogen die Pferde vor der Ära der Dampfschiffe die Schiffe mit den Treidelzügen stromaufwärts wieder zurück. Interessant für einen Zwischenstopp ist das älteste Kraftwerk Österreichs Ybbs-Persenbeug, das bereits in den 50er Jahren erbaut wurde. Bei einer Führung macht man eine Zeitreise durch die Geschichte des Kraftwerkbaus zurück in die Zeit als das Kraftwerk noch den gesamten Strom für Österreich produzierte. Weiter wandert man Richtung Krumnussbaum, wo sich alles um die Nuss dreht. Am besten kann man sich beim Nussfest durchkosten, das jedes Jahr im Oktober stattfindet. Weiter östlich in Pöchlarn lohnt sich der Besuch des Oskar Kokoschka Museums. Es befindet sich im Geburtshaus des weltberühmten Malers, der am 1. März 1886 hier geboren wurde - von Mai bis Oktober sind hier jedes Jahr wechselnde Werke des Künstlers ausgestellt.

Wer länger in der Region bleibt kann, ausgehend von den 10 Gemeinden im Nibelungengau die 34 neu entwickelten Rundstrecken der Bewegungsarena Nibelungengau erwandern. Je nach Gemeinde sind zwischen zwei und fünf Rundrouten begehbar. An den Ausgangspunkten informieren Panoramatafeln über die unterschiedlichen Wandermöglichkeiten innerhalb der Gemeinde. Die Rundrouten eigenen sich auch sehr gut zum Laufen oder Walken und sind teilweise auch für gemütliche Familienwanderungen geeignet.

Genaue Routenbeschreibungen und die GPS-Tracks der Etappen stehen zum Download auf www.nibelungengau.at kostenlos zur Verfügung. Eine gedruckte Wanderkarte kann im Regionalbüro Wachau-Nibelungengau-Kremstal der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH unter Tel: 02713-30060-60 oder unter der email: urlaub@donau.com angefordert werden.