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Via Claudia Augusta : Mit Rad, Kutsche oder per pedes über die Alpen

Die alte Römerstraße von Deutschland über Österreich nach Italien bietet viele interessante Erlebnisse.


14.06.2011

Vor rund 2.000 Jahren gab es schon einmal ein vereintes Europa: das Römische Reich. Es umfasste neben dem Großteil Europas auch Nordafrika und den nahen Osten. Es kannte keine Grenzen, keine Zölle, nicht einmal Maut wie heute. Kaiser Claudius ließ die Pfade der Kelten, Räter und Etrusker zur ersten echten Straße über die Alpen ausbauen, die den Norden des Reiches (das heutige Deuschland) über die Alpen (Österreich) mit dem Mutterland (heute Italien) verband. Weil er sie zudem aus seinem eigenen Säckel finanzierte, trägt sie bis heute den Namen Via Claudia Augusta - wobei Augusta Kaiserstraße bedeutet.

Die Via Claudia Augusta ist heute eine beliebte Radroute und der leichteste Alpenübergang für Radfahrer. Radshuttle über die Pässe und ein Rückholbus, der künftig auch in der Gegenrichtung als Gepäckservice genutzt werden soll, machen ihn noch leichter und damit genussvoller. Auch an der Erschließung für E-Bike wird gearbeitet.

Auch wie der Großteil der Römer, per pedes (= zu Fuß), ist die einzige Römische Kaiserstraße über die Alpen seit kurzem erlebbar. Wie die Via Claudia Augusta führt die Fernwanderroute leicht oberhalb der Talsohle an den Sonnenhängen entlang - 600 km oder 29 Tagesetappen, die natürlich nicht auf einmal bewältigt werden müssen.

Wer sich lieber - wie Goethe - nostalgisch über die Alpen chauffieren lässt, der steigt in die Via Claudia Augusta-Postkutsche des ehemaligen bayerischen Meisters im Vierspanner, die seit 2007 jeden Sommer monatlich über die Alpen und ab heuer auch vom Etschtal bis an das Adriatische Meer rollt.

Egal welches Fortbewegungs- mittel man wählt - unterwegs wartet alles, was das Reisendenherz begehrt: eine bunte Vielfalt an Landschaften, eine reizvoller wie die andere, rege Städte und beschauliche Dörfer, hunderte Zeugnisse bewegter Geschichte und andere Sehenswürdigkeiten, Gastlichkeit mit 2.000 Jahren Tradition, reiche Küchen und Keller.

Über 200 Gastgeber haben sich entlang der Via Claudia Augusta bereits ganz auf Radler und Wanderer eingestellt, welche die Römerstraße entlangreisen. Rund 50 davon haben als besonderes geschmackliches Erlebnis sogar Küche wie vor 2.000 Jahren auf der Karte.

Weitere Infos finden Sie unter www.viaclaudia.org. und www.imst.at.