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Naturerlebnis WildeWasserWeg im Stubaital

Drei Etappen voller Faszination


14.06.2017

Am WildeWasserWeg im Stubaital lässt sich die Reise eines Wassertropfens vom Ursprung im Eis bis hin zum reißenden Bach nachverfolgen. Dass es dabei auch abseits der Hauptstrecke interessante Nebenschauplätze gibt, auf denen sich nicht minder spektakuläre Naturschauspiele verbergen, wird durch eine neue Rundwanderung zum Langetalbach verdeutlicht. Ab Juli 2017 kann die gemütliche einstündige Wanderung zu einem kleinen, eindrucksvollen Wasserfall vorgenommen werden. Eine Kombination mit Etappen des WildeWasserWeges ist natürlich auch möglich.

Der WildeWasserWeg ist ein schützenswertes Naturjuwel. Faszinierende Aus- und Einblicke auf das Tal und seine Entstehung werden hier preisgegeben. Die Pracht und die Schönheit naturbelassener Landschaften sind besonders eindrucksvoll erkennbar. Malerisch gelegene Almen, saftig grüne Hochplateaus, bizarr geschliffene Felsformationen, sanft fließende Bäche, peitschende Wasserfälle, türkisblaue Gebirgsseen und in der Sonne gleisende Gletscherfelder säumen die Tour im hinteren Stubaital.

Die drei Etappen des WildeWasser Weges können am Stück oder einzeln ausgekundschaftet werden und führen insgesamt über zehn Kilometer und 1.200 Höhenmeter bis hin zum Sulzenauferner, einem Gletscherfeld auf 2.477 Metern Seehöhe. Zusätzlich eröffnen Schleifen, die vom Hauptweg abzweigen und schließlich wieder auf ihn zurückführen, neue Perspektiven und leiten Wanderer in lange unerschlossene Gegenden. So wie der neue Rundweg Ruetz Katarakt, der in der WildeWasser Arena startet. Anfangs verfolgt man den Pfad durch die Klamm mit tobenden Wasserschnellen bis hin zur Tschangelair Alm. Von dort geht es dann auf der gegenüberliegenden Seite der Hütte wieder talauswärts. Unter anderem wird dort dann auch der Langetalbach, ein die Ruetz speisender Seitenbach, über eine Brücke gequert. Das Highlight ist ein bis dato unerschlossener spektakulärer Wasserfall.

Den zweiten Rundweg können Besucher des WildeWasser Weges bereits seit letztem Sommer nutzen. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe des Grawa Wasserfalles nahe der Grawa Alm und ermöglicht eine rund 40 Minuten dauernde Runde mit fast durchgängiger Sicht auf den breitesten Wasserfall der Ostalpen. Wer den gesamten Weg erkundet findet auf jedem Teilstück einzigartige Naturphänome und interessante Informationen. Ruhige Momente wechseln sich mit stark bewegten, lauten Erscheinungen des Wassers ab: In der WildenWasser Arena wird die Bedeutung des Wassers fürs Stubaital veranschaulicht, im Ruetz Katarakt wird man Zeuge tosender Wassermassen die zuvor nur ein sanft fließendes Bächlein sind. Dann geht es hin zum imposanten und mächtigen Grawa Wasserfall, der entgegen seiner lauten Art sogar wohltuende Eigenschaften besitzt, wie eine Untersuchung festgestellt hat. Am Ursprung des Grawa Wasserfalls wird es auf dem Hochplateau mit sandigen Schwemmflächen und reich verzweigten Mäandern sowie der idyllisch gelegenen Sulzenaualm dann wieder etwas ruhiger und sanft. Nur in näherer Entfernuung erkennt man den tobenden Sulzenau-Fall, an dessen Seite sich bereits die Sulzenau-Hütte erkennen lässt, welche das Ziel der zweiten Etappe darstellt.

Auf der dritten und letzten Etappe des WildeWasserWegs gestaltet sich die Berglandschaft von der Sulzenauhütte bis zum Fuß des Sulzenauferners wie ein von der Natur angelegter Gletscher-Lehrpfad. Selten können die verschiedenen Erscheinungsbilder der Gletscherlandschaft so eindrucksvoll, auf so geringer Distanz bestaunt werden: Mit Ausblicken auf die hoch oben thronenden zerklüfteten Türme des Gletscherbruchs des Sulzenauferners und auf das Zuckerhütl wandert man durch die Landschaft. Vorbei an großen Moränenseen, türkisblauen Bergseen wie der "Blauen Lacke" oder über glatte und bunte Gletscherschliffe geht es für Wanderer zu einem Gletschersee unterhalb des Peiljochs. Dort ist schließlich auch der Punkt erreicht, wo das WildeWasser das erste Mal an die Oberfläche trifft, somit seine Reise ins Tal beginnt und der Wanderer des WildeWasserWeges seine Tour beendet.

Die landschaftlich ausgefallenen Kreationen die das abfließende Wasser über Jahrhunderte zum Vorschein gebracht hat - und immer noch bringt -, können am WildeWasserWeg den ganzen Sommer über bestaunt werden. Ein besonderer Tipp sind die beiden Genuss-Wandernächte am 21. Juli 2017 beim Grawa Wasserfall und am 11. August 2017 im Ruetz Katarakt. An diesen Terminen spaziert man nachts über die barrierefreien Wege und sammelt genussvolle Eindrücke. Dazu gehören kulinarische Köstlichkeiten der Stubaier Genussbetriebe und die Aussichten auf dezent beleuchtete Naturschauspiele.

Um die ganze Pracht, Vielfalt und Wirkung des WildeWasserWeges ausgiebig genießen zu können sollte man sich Zeit nehmen. Ideal hierfür sind zum Beispiel die WildeWasser-Aktivwochen. Neben Übernachtungen mit Verpflegung sind geführte Wanderungen mit Stubaier Bergführern und tolle Souvenirs zum mit nach Hause nehmen inkludiert.

Weitere Infos unter www.stubai.at