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Umfrage: Österreicher vertrauen beim Wintersport auf Helm und eigene Ausrüstung

Die beliebtesten heimischen Skidestinationen sind Salzburg und die Steiermark.


11.12.2013

Bildquelle: Reisewoche Gruppe / Martin Warbinek
Der ÖAMTC hat eine Umfrage unter 1.000 aktiven Wintersportlern zu Themen wie Reiseziel, Mobilität, Ausrüstung und Versicherung im Winterurlaub durchgeführt. Mit 86 Prozent verwendet der Großteil der österreichischen Skifahrer und Snowboarder die eigene Ausrüstung. Die restlichen 14 Prozent leihen sich Ski und Snowboard aus. Bei der Anreise zum Wintersportgebiet nutzen 91 Prozent der Befragten das Auto. Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen stechen hier die 40- bis 59-Jährigen hervor, von denen sogar 97 Prozent mit dem Auto anreisen. Für die Fahrt von der jeweiligen Unterkunft zur Skipiste gestaltet sich die Verteilung allerdings anders: Hier setzt sich lediglich ein Viertel der Befragten ins Auto, ein weiteres Viertel steigt in den Shuttlebus. Unter den jüngeren Winterurlaubern (bis 29 Jahre) nutzen sogar 40 Prozent den Shuttle. Die Mehrheit der Wintersportler wohnt direkt im Skigebiet und legt die Wege zu Fuß zurück. 

Die bei den Österreichern beliebtesten Skidestinationen liegen in Salzburg und der Steiermark. Wer mit Übernachtung bucht, fährt auch gern nach Tirol und Kärnten, wer hingegen nur einen Tagesausflug unternimmt, den zieht es auch nach Niederösterreich. Oberösterreich und Vorarlberg liegen auf den hinteren Plätzen der Beliebtheitsskala. "Der Anteil derjenigen, die zum Skifahren und Snowboarden ins Ausland fahren, ist sehr gering. Österreich ist nach wie vor ein attraktiver Anlaufpunkt für schneebegeisterte Sportler", betont ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. "54 Prozent der Österreicher ab 15 Jahren betreiben aktiv Wintersport und planen in der Saison 2013/2014 einen entsprechenden Urlaub bzw. Tagesausflüge."

In puncto Sicherheit zeigt sich klar, dass sich der Trend zum Helmtragen zunehmend durchsetzt. "Die Zeiten, in denen Skihelme nur etwas für Kinder und Sicherheitsfreaks waren, sind definitiv vorbei", stellt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, fest. 69 Prozent der Befragten gaben an, beim Skifahren einen Helm zu tragen. Bei Eltern und jenen, die sich beim Wintersport schon einmal verletzt haben, liegt die Helmtragequote sogar noch höher. Ein Helm kann aber nur dann ein schweres oder offenes Schädel-Hirn-Trauma verhindern, wenn er geschlossen getragen wird. Aber auch Rückenprotektoren (zehn Prozent) und Handgelenkschutz (acht Prozent) kommen vermehrt als Schutzausrüstung zum Einsatz. "Helme und Protektoren schützen nicht automatisch vor schweren Verletzungen, sie können aber die Schwere etwas abmildern", ergänzt ÖAMTC-Flugrettungssanitäter Gerhard Grassmann. "Das Risiko von Kniegelenksverletzungen wiederum senkt man durch richtig gewartete und eingestellte Bindungen."

Ein häufiger Irrtum bei Wintersportlern betrifft die Bergekosten nach einem Unfall. "Rund ein Drittel der Befragten glaubt, dass die Bergekosten durch die Sozialversicherungsträger übernommen werden", zitiert der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung aus der Umfrage. Das genaue Gegenteil ist jedoch der Fall. Denn bei Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Bereich müssen die Flugrettungsbetreiber direkt an die Patienten verrechnen - so schreiben es die Satzungen der Krankenkassen vor. "Das Kostenrisiko für den Einzelnen ist jedoch gering", stellt Kraxner fest. "Über 90 Prozent aller geflogenen Patienten sind in irgendeiner Form dafür versichert - viele von ihnen sogar ohne es zu wissen." Alleine mit dem ÖAMTC-Schutzbrief ist die Hubschrauberbergung für nahezu drei Millionen Österreicher gedeckt. "Gerade vor Beginn eines Skiurlaubes ist es dennoch wichtig zu überprüfen, ob die Versicherungsprämien bezahlt sind. Bei Kreditkarten mit Versicherungsschutz sollten auf jeden Fall die Geschäftsbedingungen genau auf Übernahme von Bergekosten hin überprüft werden", rät Kraxner.

Quelle: ÖAMTC