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Die Seven Summits of Saalbach Hinterglemm

7 Gipfel an einem Tag: Wir haben uns der Herausforderung gestellt.


27.07.2012

Sie sind ein leidenschaftlicher Bergwanderer mit guter Kondition und Trittsicherheit und suchen immer wieder neue Heraus-forderungen? Dann haben wir heute einen speziellen Tipp für Sie: die Seven Summits von Saalbach Hinterglemm. Als "Seven Summits" werden die sieben höchsten Berge aller Kontinente bezeichnet. Analog dazu wurden in Saalbach Hinterglemm die sieben höchsten Berge der Region zu einer anspruchsvollen Tour zusammengestellt: 24 Kilometer Wanderstrecke, 1.413 Höhenmeter und rund neun Stunden Gehzeit lauten die Eckdaten dieser bergsteigerischen Herausforderung. Belohnt wird man durch die tolle Landschaft, ein grandioses Bergpanorama und die spannend organisierte Tour u.a. mit Snapshot-Kameras auf jedem Gipfel, Zeitnehmung via Chip und Dokumentation der ganzen Tour inkl. Fotos auf der Seven Summits-Website im Internet. Wir haben uns der Herausforderung gestellt...

Nach einem Muntermach-Kaffee im Wanderhotel Gollinger Hof fahren wir um 7.30 Uhr mit gut gepacktem Rucksack und voll motiviert mit der Sonderfahrt des Schattberg X-press von Saalbach hinauf bis zur Bergstation in 2.018 m, wo sich der Startpunkt der Tour befindet. Da es auf der Strecke weder Quellen noch Hütten gibt, ist es ganz wichtig, ausreichend (mind. 2-3 Liter) Flüssigkeit und Proviant mitzunehmen. Mit Regen- und Kälteschutz, Fotoapparat, Erste Hilfe-Set und div. anderen Utensilien ist unser Rucksack gut gefüllt und macht sich gewichtsmäßig durchaus bemerkbar. Für den Hochsommer ist es etwas kühl an diesem Tag - knapp 10 Grad zeigt das Thermometer bei der Bergstation. Leichte Regenwolken ziehen am Himmel entlang, dazwischen blitzen immer wieder blaue Stellen durch. Bis auf die teilweise fehlende Fernsicht also ein durchaus gutes Wanderwetter.
 
Kurz vor 8.00 Uhr brechen wir auf zum Stemmerkogel, dem ersten und einfachsten Gipfel auf der Tour. Trotz vieler Auf- und Abstiege werden wir uns bis zum Ziel immer über der 2000 Meter-Grenze bewegen. Am Höhenweg entlang ist der Stemmerkogel in einer knappen Dreiviertelstunde erreicht und wir stellen uns auf zum ersten Gipfelfoto. Einige Meter vom Gipfelkreuz entfernt, wartet die erste Snapshot-Kamera schon darauf, mit unserem Chip aktiviert zu werden, den wir am Vortag bei der Talstation des Schattberg X-press bekommen haben. Tack, tack, tack... - ein paar Sekunden bleiben Zeit, sich schön in Positur zu stellen, dann löst die Kamera aus und das erste "Beweisfoto" ist im Kasten und gleichzeitig auch im Internet. Die Zeit läuft und der Weg ist noch weit, darum brechen wir gleich wieder auf und steigen über einiges Geröll hinab um kurz darauf den Anstieg zum Hochkogel zu bewältigen. Bei schönerem Wetter hätten wir von hier einen grandiosen Rundblick u.a. zu Großglockner, Watzmann und Hochkönig. Weil wir aber vortags nicht aufgegessen haben, wird uns jetzt gerade nur Nebelsuppe serviert, diese dafür extra dick und mega hartnäckig.

Tack, tack, tack... das zweite Gipfelfoto ist im Kasten und wir machen uns auf zum ersten schweren Etappenziel, dem Hochsaalbachkogel. Der schmale steile Weg verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und ist aufgrund des feuchten Wetters auch ein wenig rutschig. Zum Glück sind an exponierten Stellen Seile gespannt, trotzdem hätten hier wenig erfahrene Wanderer eher nichts zu suchen. Ohne gröbere Probleme erreichen wir den Gipfel und holen uns unseren dritten virtuellen Stempel. Der nächste Gipfel, der Bärensteigkogel gehört zu den abgelegensten Bergen über dem Glemmtal. Außer einigen Kühen und anderen Seven Summits-Bezwingern verirrt sich hier kaum jemand herauf. Zwischen drittem und viertem Gipfel gäbe es jetzt die Möglichkeit, in rund 2,5 Stunden nach Hinterglemm abzusteigen, wenn einem nach knapp der Hälfte der Strecke die Puste ausgeht oder das Wetter zur Umkehr zwingt. Wir fühlen uns noch fit genug, nutzen aber die einzige Unterstandshütte auf der Tour für eine kurze Rast und Brotzeit.

Vom Bärensteigkogel geht es danach über felsiges Gelände weiter zum Manlitzkogel, von dort zuerst schroff abfallend und dann über sanfteres Almgelände dahin und schließlich wieder etwas felsig hinauf auf den Mittagskogel. Wir halten nun bei Gipfelsieg Nummer sechs und bereits über sechs Stunden Gehzeit. In einiger Entfernung ragt der höchste Berg des Glemmtals, der 2.363 m hohe Geißstein in den Himmel, unser siebentes und letztes Etappenziel. Sicher auch bei schönem Wetter eine imposante Erscheinung, nötigt uns der heute wolkenumhangene Berg mit seinem ausgesetzten Gipfelweg und der angeschriebenen Gehzeit von rund 2 Stunden durchaus Respekt ab. Da die aufziehenden Regenwolken immer bedrohlicher wirken, nehmen wir den Geißstein möglichst rasch in Angriff, werden aber eine knappe Stunde unterhalb des Gipfels von einsetzendem Regen und sehr schlechter Sicht zum Abstieg gezwungen. Auch wenn es nicht leicht fällt, auf einer so langen Tour so kurz vor dem Ziel umzukehren, ist es aufgrund der Wetterlage die einzig richtige Entscheidung und wir hätten uns andernfalls unnötig in Gefahr begeben. So steigen wir schweren Herzens in rund zwei Stunden nach Lengau ab und bilanzieren sechs von sieben Summit-Gipfeln und eine Gesamtgehzeit von 8,5 Stunden.

Fazit: Trotz des teilweise nebligen Wetters und Abbruch kurz vor dem Ziel hat uns die Seven Summits-Tour sehr gut gefallen. Die Landschaft ist wirklich wunderschön und wir konnten auf der fast 24 Kilometer langen Route zwischen den Nebelschwaden auch immer wieder tolle Ausblicke genießen. Keine Frage, dass wir es nicht bei den sechs Gipfeln bewenden lassen und bei schönerem Wetter nochmals wiederkommen, um die Tour von Anfang bis Ende fertig zu gehen.

Wenn auch Sie das Abenteuer "Seven Summits von Saalbach Hinterglemm" wagen wollen, finden Sie alle Infos dazu unter www.saalbach.com/
sevensummits
. Neben interaktiven Wanderkarten gibt es auch einen animierten 3D-Flug der ganzen Strecke. Nach der Registrierung auf der Website kann man seine persönlichen Gipfelfotos freischalten und mit Kommentaren versehen und sieht seine Etappenzeiten und die Gesamtzeit. Wer möchte, kann die Tour-Dokumentation auch mit seinem Facebook-Profil verbinden. Als zusätzliche Motivation und "Siegesprämie" erhalten alle Bezwinger der Seven Summits bei der Rückkehr vom Tourismusverband Saalbach Hinterglemm einen schönen Seven Summits Explorer Hut geschenkt!

Tipp: Bei Übernachtung in einem Joker-Card Betrieb ist die Joker Card inkludiert und ermöglicht sowohl die kostenlose Bergfahrt mit dem Schattberg X-press als auch einen gratis Taxi-Transfer vom Ziel zurück ins Ortszentrum von Saalbach! Wir haben als "Base Camp" das Wanderhotel Gollinger Hof in Hinterglemm gewählt, wo wir uns rundum wohl gefühlt haben. Besonders genossen haben wir die freundschaftliche Atmosphäre im Haus, die wohltuende After Walk-Sauna im nagelneuen Wellnessbereich und natürlich das "Sieger-Bier" Abends an der gemütlichen Bar. Hotelchef Gerhard Kloimstein ist selbst ausgebildeter Wanderführer und kennt sich mit den Seven Summits und anderen lohnenden Wanderzielen in der Region bestens aus.


Die Fotos im Text sind Eindrücke von der Tour bei schönem Wetter - ein paar Stimmungsbilder von unserer Wanderung sehen Sie hier (Fotos zum Vergrößern anklicken):