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Herbstwandern in Oberbayern

Ein Tipp für Naturliebhaber und Genusswanderer


08.09.2017

Oberbayern ist ein lohnendes Reiseziel für Naturliebhaber und Genusswanderer. Wer mehr über die landschaftliche Vielfalt, Fauna und Flora der Region erfahren will, begibt sich am besten auf eine herbstliche Wanderung durch die zahlreichen Naturschutzgebiete. Mit Ramsau, Sachrang und Schleching dürfen aktuell drei oberbayerische Dörfer das Qualitätssiegel "Bergsteigerdorf" führen, im Frühjahr 2018 wird die Gemeinde Kreuth im Tegernseer Tal hinzukommen.

Das malerische Ramsau befindet sich mitten im Nationalpark Berchtesgaden und ist damit idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen in Deutschlands einzigem Alpennationalpark. Beliebt bei Wanderern ist beispielsweise der Weg über die Wimbachklamm zum Wimbachgries, der vorbei am Wimbachschloss bis zur Wimbachgrieshütte auf 1.327 Metern führt, und als schönste Wanderroute Bayerns gilt.

Die beiden Bergsteigerdörfer Sachrang und Schleching liegen tief eingebettet in den Chiemgauer Alpen südlich des Chiemsees und sind nur durch den Geigelstein getrennt. Dieser ist nicht nur der bekannteste Berg der Region; er beheimatet als Naturschutzgebiet auch zahlreiche seltene Blumen- und Pflanzenarten, darunter alleine 40 Orchideen- und 16 Enzianarten. Hobbybotaniker und Berggamsen können den "Blumenberg" des Chiemgaus wahlweise von Sachrang über Schreckalm, Sulzing-Alm und Oberkaseralm erklimmen oder den anspruchsvollen Rundweg ab Schleching über Geigelsteinsattel, Priener Hütte, Rossalm und Haidenholz-Alm wählen.

Ebenfalls im Chiemgau befindet sich die Eggstätt Hemhofer Seenplatte als ältestes Naturschutzgebiet Bayerns. Dessen Landschaft ist noch heute stille Zeugin der letzten Eiszeit und umschließt, neben unzähligen Sümpfen, Toteislöchern, lichten Bruch- und Auwäldern, Nieder- und Hochmooren sowie Bächen und Tümpeln, auch 17 Einzelseen mit einer Gesamtfläche von rund 3,5 Quadratkilometern. Perfekt für eine Erkundungstour eignet sich der Weg zwischen Pelhamer See und Hartsee, der sich auf gut zehn Kilometern durch die malerische Landschaft windet.

Ein absolutes Muss für alle Naturliebhaber ist der König-Ludwig-Weg im Südwesten Oberbayerns, der im Herbst 2017 sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Denn dieser folgt nicht nur den Spuren des berühmten bayerischen Märchenkönigs entlang zahlreicher Stätten wie dem Kloster Andechs, dem Dießener Marienmünster und der weltbekannten Wieskirche; der in sechs Etappen aufgeteilte Weg kreuzt auch eine Vielzahl von Naturschutzgebieten wie den Maisinger See, die Vogelfreistätte Ammersee-Südufer, den Eibenwald bei Paterzell, das Ammerschlucht und die Moore um die Wies. Dabei oberstes Gebot: Stets auf dem markierten Weg bleiben - denn nur so kann die empfindliche Natur geschützt werden.

Zahlreiche Inspirationen für tolle Naturerlebnisse findet man auf dem Portal "BayernTourNatur 2017" des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Von erlebnisreich, sportlich, kreativ und genüsslich bis naturwissenschaftlich werden hier für jeden Geschmack geführte Wanderungen, Touren und Ausflüge geboten.