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Kulinarische Wanderungen am Kärntner Nassfeld

Grenzenlose Gipfel-Genüsse


25.08.2015

Genauso grenzenlos wie die Wanderwege am Kärntner Nassfeld zwischen Italien und Österreich ist auch die örtliche Küche mit regionalen Spezialitäten - vom Gailtaler Speck und Gailtaler Käse über heimische Forellen und Wein bis hin zu hausgemachter Pizza, Pasta, typisch friulanischer Kost oder frischem Meeresfisch.

Am Morgen geht es von der Talstation Millennium-Express in Tröpolach bequem mit der Kabinenbahn auf über 1.900 Meter Seehöhe - das ist quasi der direkte Weg zum Gourmet-Gipfel Kofel-Alm Madritsche. Die edle Hütte ist zugleich die höchst gelegene am Nassfeld. Kulinarisch stehen drei verschiedene Speisekarten zur Wahl: Die Erste umfasst alle beliebten Hüttenklassiker wie z.B. das Kofel-Alm-Pfandl. Ernährungsbewusste werden von der Vital-Karte mit zwölf leichten Gerichten begeistert sein, Gourmets greifen zur Schlemmer- und Genuss-Karte, in der das rosa gebratene Hirschfilet mit gegrilltem Gartengemüse mit Thymiankartoffeln oder das Amarena-Birnenglace-Himbeerparfait mit karamellisierter Ananas zu finden sind.

Nach dem Schlemmen zieht es Familien auf den Erlebnisweg AquaTrail "BergWasser" und den grenzüberschreitenden "Via Dolce Vita". Wanderer und Biker schlagen den Weg zur Rudnig-Alm ein. In der urigen Hütte auf der Rudnig-Alm wird im Sommer der berühmte Gailtaler Almkäse produziert. Danach geht’s auf einer der längsten Mountainbike-Abfahrten der Alpen zurück bis ins Gailtal.

Von der Sonnenalpe Nassfeld ist man in rund 1 ½ Stunden Gehzeit auf der Garnitzenalm - den Berganstieg kann man auch kräfteschonend mit der Gartnerkofel 4er-Sesselbahn absolvieren. Oben angekommen hat man von der neu errichteten Panoramaterrasse mit der Sky Plate einen atemberaubenden Ausblick zu den Julischen Alpen im Südosten, den Lienzer Dolomiten im Südwesten, zum Großglockner im Nordwesten und zur nahe gelegenen Garnitzenalm. Bei den Wanderern besonders beliebt sind hier Ardit‘s Hüttenburger. "Das Brot wird in der Bäckerei Kandolf in Hermagor extra für unseren Burger produziert", verrät Ardit. Regionale Zutaten, frisch in der Küche verarbeitet, sind sein kulinarisches Erfolgsgeheimnis. "Der Eischnee für den Kaiserschmarrn oder die Spinatfüllung für die Kärntner Nudeln, alles wird von uns selbst per Hand gemacht." Fleischtiger lieben sein Bœuf Stroganoff-Pfandl - natürlich mit Kärntner Rindfleisch.

Ein gemütlicher Spaziergang ist es vom Nassfeld zu Plattner’s Einkehr. Hans und Gertraud Plattner sind seit über 20 Jahren Gastgeber mit viel Herz und gehen in Sachen Kulinarik einen völlig anderen Weg. Als Kärntner Genusswirt legen die Plattners mit Tochter Elisabeth großen Wert auf eine authentische Küche. Dazu zählen regionale Produkte und leichte Kost abseits deftiger Hüttenklassiker. Alles wird selbst gemacht, Fertigprodukte haben keine Chance. Stattdessen kommt frischer Fisch oder Plattners Almsalat mit Käse, Nüssen und Blattsalaten auf den Tisch. Für den großen Hunger empfiehlt Plattner den Almtoast mit Schwarzbrotscheiben und Gailtaler Speck, überbacken mit Almkäse, Spiegelei und gegrilltes Gemüse gibt‘s als Beilage. Dazu passt ein Wein aus Kärnten. "Österreichische Weine sind mein großes Hobby", verrät Hans Plattner. Gerne teilt er sein Wissen und seine Schätze im Weinkeller mit seinen Gästen. Er versucht, so viel wie möglich von einheimischen Lieferanten zu beziehen - auch die Getränke, wie die edlen Schnäpse der Brennerei Pfau in Klagenfurt, oder den Apfelsaft aus dem Lavanttal.

Nur 900 Meter weiter im Restaurant "Kabrio" von Fausto Fedrigo wird italienisch gekocht. Dem alten Zollhaus, direkt am Passübergang zu Italien, mit herrlichem Blick auf den "Lago Pramollo" hat der junge Italiener Fausto Fedrigo neues Leben eingehaucht: Typisch italienisch hat er auf kitschige Hütteneinrichtung verzichtet und serviert lieber Cappuccino oder einen Aperol Spritz auf der Terrasse. Während sich Fausto im "Kabrio" verwirklicht, kocht sein Vater Livio ein Haus weiter im Ristorante "Wulfenia". Der Italiener stammt aus Pontebba und zählt nicht nur zu den Nassfeldbewohnern der ersten Stunde, sondern auch zu den kulinarischen Pionieren am Nassfeld. Seit Jahrzehnten pilgern Einheimische und Gäste zu ihm, um hausgemachte Pizza, Pasta und frischen Fisch zu schlemmen.

Wer die traditionelle friulanische Küche erleben möchte, kehrt im Restaurant "Al Gallo Forcello" ein. Die aus Pontebba stammende Familie Bearzotti kauft ihre Zutaten seit Generationen bei italienischen Lieferanten. Koch Walter aus Udine achtet penibel auf die hohe Qualität der Speisen und lässt sich in der Küche durch nichts aus der Ruhe bringen - selbst wenn ihm ein halbes Dutzend Augen beim Zubereiten der Spaghetti mit Schinken aus San Daniele über die Schulter schauen. Nach alten Rezepten bereitet er die friulanischen Spezialitäten zu. Rehgulasch mit Polenta oder Salsiccia (Wurst) mit Pilzen gehören genauso dazu wie die italienische Jause.

Direkt in der Mittelstation des Millennium-Express auf der Tressdorfer Alm trifft zumindest aus feinschmeckerischer Sicht das Gailtal auf das Kanaltal: Erdäpfel-Schwammerlsuppe, grüne Gnocchi, oder gebackene Apfelradeln zum Nachmittagskaffee gibt es auf der Terrasse des Restaurant Kristall. Und wer dem Senner beim "Käsen" über die Schulter schauen will, ist in der Schaukäserei Tressdorfer Alm genau richtig. Die verschiedenen Käsesorten und Molkereiprodukte können nicht nur in Bauernladen gekauft, sondern im angeschlossenen Alm-Gasthaus gleich "verkostet" werden.

Rund 1.000 Kilometer markierte Wanderwege in breiten Tälern, auf sanften Almen, durch imposante Schluchten und auf eindrucksvolle Berge mit traumhaften Ausblick gibt es am Nassfeld. Darüber hinaus führen vier Weitwanderwege - der Karnische und Gailtaler Höhenweg sowie zwei Pilgerwege - durch die Region. Gäste, die bei einem der über 130 "PREMIUM Partner" der "+Card" übernachten, können das vielseitige Wanderprogramm der Region kostenlos nutzen. Dabei steht unter anderem eine Kräuterwanderung, eine anspruchsvolle Bergtour auf den Rosskofel oder eine Sonnenaufgangswanderung auf den Gartnerkofel auf dem Programm. Zusätzlich fahren sie zum Nulltarif mit den Bergbahnen und öffentlichen Bussen und  können kostenlos auch drei Strandbäder am bis zu 28 Grad warmen Pressegger See nutzen. Auf die Kinder wartet ein eigenes Abenteuerprogramm, dazu kommen Ermäßigungen wie für das Felsenlabyrinth, die Sommerrodelbahn Pendolino oder den 1. Kärntner Erlebnispark am Pressegger See.

Weitere Infos unter www.nassfeld.at