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Entdeckungsreise in die faszinierende Bergwelt des Zillertals

Rund um Mayrhofen gibt es unzählige tolle Wanderziele zu entdecken.


20.08.2012

Mayrhofen erzählt seine Geschichte. Nicht etwa mit Worten, sondern mit seinen Menschen, seiner Natur und seinen Hütten. Wer die Augen offen hält, den wird die Ferienregion im Zillertal überraschen und fesseln. Denn er wird teilhaben am einfachen Leben der Bergbauern, die diese Landschaft mit all ihren Besonderheiten prägten und prägen. Er wird erleben, wie sich Hightech in die Natur einfügt. Und er wird auf eine Region voller spannender Gegensätze treffen: Ursprünglichkeit und Moderne, Action und Ruhe direkt nebeneinander in dieser Landschaft, die sich so gut zu Fuß entdecken lässt.

In jede Himmelsrichtung können Wanderer hier starten, gemütliche Spaziergänge oder alpine Touren unternehmen. Sei es auf dem Actionberg Penken oder dem Genießerberg Ahorn, in den Seitentälern, auf Weitwanderwegen und Mehrtagestouren oder Tagesausflügen oder im Run & Walk Park in Mayrhofen. Einen Panoramablick auf die Kulisse des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen erhalten dabei alle.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts haben die Menschen den hohen Stellenwert der Alpen im Allgemeinen und des Zillertals im Besonderen als Erholungsort erkannt. Dies hat auch die Ferienregion Mayrhofen geprägt. "Faszinierend", findet Profi-Alpinist Peter Habeler. Ebenso wie die Tatsache, dass seine Heimat trotz allen Fortschritts und wachsenden Tourismus‘ in vielen Bereichen ihre Ursprünglichkeit behalten hat. Der Bergsteiger, der 1978 mit Reinhold Messner den Mount Everest zum ersten Mal ohne künstlichen Sauerstoff bestiegen hat, spricht von der "unbezahlbaren Qualität der Einfachheit", die man vor allem auf Berghütten erleben kann. Zugleich eröffnet sich den Gästen der technische Fortschritt, etwa am Schlegeis-Stausee. "Er ist etwas Künstliches. Doch er steht für eine umweltschonende Form der erneuerbaren Energiegewinnung", sagt Habeler. "Natur und Technik bilden eine faszinierende Einheit." Seit 2001 genießt die Bergwelt rund um Mayrhofen den Status eines Naturparks und den damit verbundenen besonderen Schutz.

Rund 230 Touren zu 32 verschiedenen Themen werden in der Bergwelt angeboten. Sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, ist da hilfreich - verbunden mit einem herausragenden Ausblick: Gut eineinhalb Stunden geht es auf einem Waldwanderweg hinauf zum Gasthaus Steinerkogel über Mayrhofen. Jeder Schritt lohnt sich. Denn dort oben eröffnet sich dem Wanderer das ganze Zillertal mit seinen Seitentälern. Und mit diesem Halbtagesausflug steckt man schon mittendrin in der Entdeckungstour der Wanderdestination Mayrhofen. So ist der Abstecher in das Bergdorf Brandberg im Zillergrund zugleich ein Kurztrip in eine andere Welt. Die Zeit läuft dort langsamer und Gäste werden Teil der Ruhe und der Natur.

Zemmgrund, Zillergrund, Stilluptal, Tuxertal: Jedes dieser Seitentäler hat seinen eigenen Charme. So finden sich im Zemmgrund nicht nur die Olperer und Berliner Hütte und damit ideale Ausganspunkte für namhafte Dreitausender. Auch Kletterfans aus ganz Europa kommen dort zusammen. In den "Ewigen Jagdgründen" sind gut 70 Routen bis zum zehnten Schwierigkeitsgrad eingebohrt. Ein beliebtes Ausflugsziel ist auch der Schlegeis-Speicher - zugleich Ausgangspunkt für zahlreiche Wandertouren. Dasselbe gilt für den Speichersee Zillergründl im Zillergrund, dem längsten der vier Seitentäler. Als Ort für Genießer und Romantiker gilt das Stilluptal. Ob sich jemand nun für die Grüne-Wand-Hütte, die Kasseler Hütte oder das Stilluphaus als Rastplatz entscheidet: Kulinarischer Genuss ist garantiert. Spezialitäten aus der Region werden serviert. Dafür ist im Übrigen besonders die Tristenbach Alm im Zemmgrund nahe Ginzling bekannt. Dort werden die Gerichte, von Zillertaler Krapfen und Holzknechtkrapfen bis zu mit Grau- und Bergkäse gefüllten Nudeln, nach altem Bergbauern-Rezept zubereitet - auch das gehört zu Kultur und Geschichte einer Region. Wie eine solche im Laufe der Jahre Zug um Zug erschlossen und ausgebaut wird, davon zeugt das Tuxertal. Es steht für Fortschritt und Moderne. Bekannt ist es vor allem wegen des Hintertuxer Gletschers, wo die Lifte 365 Tage im Jahr laufen und Stars des Ski-Weltcups trainieren. Das Tuxer Fernerhaus auf 2.660 Metern bietet dabei einen wunderbaren Ausblick auf die Zillertaler Alpen.

Gegensätze lassen sich besonders deutlich an den Mayrhofner Hausbergen Ahorn und Penken erleben. Das verraten schon die Namen: Genießer- und Actionberg. Der Ahorn ist das richtige Ziel für Ruhesuchende. Die größte Gondel Österreichs bringt Gäste bequem auf das Ahornplateau auf 2.000 Meter. Der Genießerrundweg hält, was der Name verspricht: Er führt zu Wohlfühloasen, Aussichtspunkten und zum Ruhegarten - dem idealen Ort, um Kraft zu tanken für die Wanderung auf den Filzenkogel. Auf dem Penken dagegen ist vor allem das Wandern erlebnisreich, beispielsweise auf dem kinderwagentauglichen Weg für Familien. Von dort aus lassen sich all jene Sportler beobachten, die das Adrenalin in den Adern spüren wollen. Mountainbiker, welche die Singletrails gekonnt bewältigen, Kletterer, die sich von Haken zu Haken hangeln, und Paraglider, die durch die Luft schweben. Wie sich dies anfühlt, können Besucher auf der Paraglider-Schaukel selbst testen.

Ein Tagesausflug in die Berge ist einigen nicht genug. Sie wollen ohne Unterbrechung die Natur erleben. Einfach den Ortschaften fern bleiben für ein paar Tage. Das Wandern von Hütte zu Hütte macht dies möglich. In Mayrhofen beginnt beziehungsweise endet mit der Zillertaler Runde oder dem Berliner Höhenweg eine der beliebtesten Mehrtageswanderungen im Herz des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen. In einer Woche legen erfahrene Wanderer knapp 80 Kilometer und 6.500 Höhenmeter im Aufstieg zurück. Eingeweiht wurde der Weg bereits 1889 - im Vergleich zu heute in verkleinerter Form. Eine Station war schon damals die Berliner Hütte. 1879 errichtet, ist sie europaweit die einzige Schutzhütte unter Denkmalschutz. Dort können rund 180 Wanderer übernachten - als Beschreibung passt demnach eher "Berghotel" als "Hütte", auch wenn es urig und originell ist. Früher hatte sie im Übrigen ein eigenes Postamt und einen Schuster, der die Stiefel der Bergsteiger reparierte.
Ebenfalls Halt machen die Höhenweg-Wanderer in der Kasseler Hütte. Errichtet wurde sie 1927. Doch erst 1978, nach Fertigstellung des anspruchsvollen Aschaffenburger Höhenwegs und damit der Verbindung zur Karl-von-Edel-Hütte oberhalb von Mayrhofen, wurde die Unterkunft Teil der Zillertaler Runde. In der Kasseler Hütte erleben Wanderer das, was Habeler als "Entschleunigung" bezeichnet: Keine Dusche und kein Fünf-Gänge-Menü, dafür Ursprünglichkeit und bergsteigerische Einfachheit. "Diese erleben zu dürfen, ist ein wertvolles Geschenk von oben, das einen mehr zu sich selbst
führt."

Ausflüge zu Kasseler und Berliner Hütte lohnen sich auf jeden Fall, auch als Ein- oder Zwei-Tages-Touren. Die Berliner Hütte auf 2.040 Metern ist über das urige Bergsteigerdorf Ginzling im Zemmgrund - das auch ohne Aufstieg zur Hütte einen Besuch wert ist - in etwa drei Stunden zu erreichen. Von dort können Wanderer die Berliner Spitze oder das Schönbichlerhorn besteigen. Auch berühmte Dreitausender wie der Große Löffler, Möseler und Olperer lassen sich von dort aus erklimmen. Als Stützpunkt eignet sich für diese alpinen Touren auch die Olperer Hütte. Die Kasseler Hütte nutzen Bergsteiger ebenfalls als Ausgangspunkt für Touren, beispielsweise auf die Wollbachspitze. Doch es lohnt sich auch der rund vier Stunden dauernde Rundweg von der Grünen-Wand-Hütte über die Elsenklamm zur Kasseler Hütte auf 2.177 Meter.

Die Berliner Hütte ist Station auf einem zusätzlichen Weitwanderweg: Der Adlerweg führt durch ganz Tirol. Je nach Fitness können Wanderer auf der Hauptroute in 31 Etappen etwa 23.000 Höhenmeter im Anstieg zurücklegen. Im Bereich der Ferienregion Mayrhofen-Hippach liegen vier Etappenziele. Neben dem sportlichen Naturerlebnis wird auf dem Adlerweg auch Geschichtliches und Kulturelles vermittelt.

Bei diesem enormen Angebot an Wander- beziehungsweise Entdeckungstouren rund um Mayrhofen ist eine Hilfe bei der Auswahl willkommen. Auf www.mayrhofen.at findet man die passende Strecke: Dauer und Schwierigkeit werden ebenso angegeben wie ein Höhenprofil und die Route. Besonders leicht fällt die Orientierung im "Run & Walk Park". Für Läufer und Nordic Walker sind 18 Strecken von 130 Kilometern Länge ausgewiesen. Sie führen vorbei an Almwiesen bis ins alpine Gelände zu imposanten Gipfeln. Egal, für welche Form des Laufens sich die Gäste entscheiden: Wer einmal das Wandern in Mayrhofen erlebt und gelebt hat, der wird Peter Habelers Erkenntnis teilen: "Langes Gehen ist meditativ und Balsam für Seele und Körper. Ich habe Zeit, um meinen Gedanken nachzuhängen und die Maßstäbe wieder zurechtzurücken. Der Kopf wird frei. Ich gehe auf einen Gipfel, und wenn ich wieder herunterkomme, bin ich ein anderer Mensch."