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Durch den Tiefschnee zur Pritzhütte und mit dem Biolift zurück

Am Katschberg in Kärnten sorgt ein ungewöhnliches Transportmittel für Aufsehen.


28.12.2010

Wissen Sie was ein "Biolift" ist? Nein, das ist keine mit speziellem Biosprit betriebene Seilbahn und es wurden auch keine Ersatzpflanzungen vorgenommen. Der "Biolift" am Katschberg ist ein Gespann aus einem Noriker Pferd und einem oder mehreren Skifahrern am Seil. "Eine Pferdestärke reicht leicht aus, um eine ganze Skigruppe zu ziehen", sagt Andreas Neuschitzer, Betreiber des alpinen Pferdezentrums auf dem Katschberg. Erfunden hat er dieses nicht alltägliche Transportmittel selbst, als er Skifahrern den mitunter schweißtreibenden Rückmarsch von seiner urigen Pritzhütte auf die Katschberghöhe ersparen wollte. Dafür boten sich die ausdauernden Kaltblutpferde geradezu als Zugtiere an, zumal das malerische Gontal zur Pritzhütte ein alpines Naturschutzgebiet ist.

"Besser die Rossäpfel meiner Pferde als die Dieselwolken von Ski-Doos", sagt Neuschitzer. Seitdem pendelt der "Biolift" zwischen der bewirtschafteten Almhütte und den Liftanlagen auf dem Katschberg hin und her, ganz zur Freude der Tiefschneeskifahrer, die sich somit ganz auf die Pulverpracht der breiten Hänge vom Tschaneck ins Gontal konzentrieren können. Wer sich damit auf unsicheres Terrain begibt, nimmt die Hilfe von Skilehrern in Anspruch, die diese Abfahrt zur Pritzhütte wie ihre Westentasche kennen. Die legendäre Almhütte erreichen aber auch Fußgänger vom Hoteldorf aus nach einem etwa einstündigen Winterspaziergang, schneller geht’s nur mit Neuschitzers Pferdeschlitten, die auch nachts fahren. Als Belohnung warten dafür deftige Leckerbissen wie ein Käsefondue oder "Schweinshaxen" mit Knödeln und Kraut und ein musikalisches Potpourri aus Alphorn und traditioneller Hausmusik.

Auf den bestens präparierten Pisten haben Wintersportler auf dem Katschberg nunmehr die Qual der Wahl: Dank der neuen Piste vom Aineck führen gleich drei Abfahrten über mehr als 1.000 Höhenmeter nach St. Margarethen. Neben der alten Variante und der knapp sechs Kilometer langen "A1", die sich entlang der 2009 errichteten Aineck-Gipfelbahn ins Tal schlängelt, ist die neue Piste ganz dem Gelände angepasst und führt eine lange Mulde entlang. "Weil sich der Schnee in dieser Mulde immer sehr lange hält, haben wir die Abfahrt ‚Schneeschüssale‘ getauft", sagt Bergbahnchef Josef Bogensberger. Allerdings haben die Gäste aus dem Ausland ihre Not mit der Kärntner Mundart, deshalb hieße die neue Strecke nun offiziell "Snowbowle".

Alle 70 Pistenkilometer am Katschberg, von denen der Großteil leicht (Blau) bis mittelschwer (Rot) eingestuft ist, können zudem künstlich beschneit werden. Für die breiten und perfekt präparierten Carvingpisten erntete Bogensberger in der Vergangenheit viel Lob und erhielt auch Auszeichnungen wie z.B. das Kärntner Pistengütesiegel. Zweimal wöchentlich wird Nachtskilauf auf der Königswiese angeboten.

Ein günstiges Angebot für zeitlich flexible Urlauber ist das "Wochentags-Wedel-Paket" von 9.-13., 16.-20. und 23.-27. Jänner 2011. 4 Übernachtungen von Sonntag bis Donnerstag inkl. 3-Tages-Topskipass Kärnten-Osttirol-Gold werden in einer Ferienwohnung in Rennweg (mind. 4 Pers.) um 169 Euro p. P., in einer Frühstückspension in Rennweg mit Frühstück um 199 Euro p. P., in einem Gasthof in Rennweg mit Halbpension um 249 Euro p. P. oder in einem ****Hotel auf dem Katschberg mit Halbpension um 394 Euro p. P. angeboten.

Weitere Infos finden Sie unter www.katschberg-rennweg.at.