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Glungezer: Der "Ski-Hausberg der Tiroler"

Das Naturschnee-Skigebiet lockt mit langen Abfahrten, tollen Panoramen und - ganz neu - einem Igludorf neben der Glungezer Hütte.


04.01.2013

Der Glungezer kann auf eine lange Tradition zurück blicken und unter anderem den Eintrag "erste alpine Skiabfahrts-strecke Tirols" in seinen eigenen Geschichts-büchern verbuchen. "1933 fand in Tirol die erste FIS Ski-Weltmeisterschaft statt, gestartet wurde von der Glungezer Hütte. Für diesen Zweck wurde sie im Jahr davor auch erbaut", erzählt Gottfried Wieser, der die Hütte, die höchstgelegene Skitourenhütte des Österreichischen Alpenvereins in Tirol, heute führt.

Das Naturschnee-Skigebiet lockt mit Pisten und Hängen, die eingebettet in die Schönheit der Tiroler Bergwelt ihresgleichen suchen: Von der Glungezer Hütte bis hinunter zur Karlskirche wartet mit 15 Kilometern eine der längsten Abfahrten Tirols auf besonders ausdauernde Skibegeisterte. Beliebt ist das Skigebiet nicht nur bei Skifahrern und Tourengehern aus dem In- und Ausland, auch Familien wissen den Glungezer zu schätzen. Einen möglichen Grund dafür kennt Gottfried Wieser: "Das Gebiet ist sehr sicher. Auch bei Lawinengefahr muss aufgrund der Schneelage selten auf das Pistenvergnügen verzichtet werden."

Neben dem unverfälschten Naturerlebnis und zahlreichen sportlichen Möglichkeiten steht am Glungezer Gemütlichkeit auf dem Programm. Bei der großen Auswahl an Hütten, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Jeder der Gastronomiebetriebe punktet dabei mit individuellen Spezialitäten. Auch Gottfried Wieser tischt auf der Glungezer Hütte auf 2.610 m Besonderes auf: "Meine Gäste bestellen gerne die "Spaghetti Kathmandu", erzählt er. Hinter dem hochalpinen Namen dieses Pastagerichts verbirgt sich ein streng geheimes Rezept von Sherpa Purba, der einen Winter auf der Hütte verbracht hat. Wer also wissen will wie man italienische Ideen in Nepal interpretiert und in Tirol serviert, dem bleibt nur der Einkehrschwung.

Neben all der Tradition, der bewährten Gemütlichkeit und den naturgegebenen Vorzügen des Glungezers findet sich auch Platz für neue Spuren im Schnee. Gottfried Wieser will diesen Winter eine Idee umsetzen: "Wir planen ein Igludorf neben der Glungezer Hütte. Drei Stück sind vorgesehen, für jeweils fünf Personen", erzählt er mit Vorfreude. "Auf dieser Höhe in einem Iglu zu schlafen ist ein besonders Erlebnis und eine Herausforderung für Körper und Geist", ist der Wirt überzeugt. Verpflegt werden die mutigen Gäste des Igludorfs auf der Hütte und wer mitten in der Nacht doch kalte Füße bekommt, darf natürlich in die warme Hütte und dort schlafen.

Neu ist in diesem Winter aber nicht nur das Igludorf, auch Skitourengeher können ab sofort frische Wege beschreiten: Vom Glungezer bis auf die Kreuzspitze im Viggartal, Ellbögen. Offiziell mit einem Bergführer erschlossen und zugänglich gemacht wird heuer auch die "Glungezer & Geier-Route", eine Hochtour von der Lizumer Hütte bis zur Glungezer Hütte.