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Sonnenwege im Südtiroler Ahrntal

Wandern auf der Sonnenseite der Alpen


13.08.2015

Im Südtiroler Ahrntal verlaufen auf der "Sunnsat" der Zillertaler Alpen insgesamt 30 Kilometer Sonnenwege, auf denen man in Höhenlagen zwischen 1.000 und 1.450 Höhenmetern das ganze Tal durchwandern kann.

Auf dem 30 Kilometer langen Sunnsat-Weg wandert man leichten Fußes durch blühende Wiesen, Mischwälder - immer der Sonne entgegen - und der Einkehr bei typischen Ahrntaler Spezialitäten in urigen Almhütten und Hofschenken. Für den gesamten Weg zwischen Luttach und St. Peter benötigt man etwa sieben Stunden Gehzeit. Für kürzere Genussetappen kann man auch zwischendurch ein- oder aussteigen und die Rückreise mit dem Bus antreten. Entlang des Sunnsat-Wegs wurden Sonnenuhren aufgestellt, die Wanderer zum Innehalten und bewussten Wahrnehmen der Natur bewegen sollen. Wer von Luttach startet, kann gleich die lebensgroßen Holzfiguren bestaunen, die beim alljährlichen internationalen Holzbildhauersymposium entstehen und auf den Ahrntaler Sunnsat-Wegen aufgestellt werden. Vorbei geht es an alten, meist nur im Sommer bewirtschafteten Bergbauernhöfen, einige davon mit eigenen Hofkapellen. Vom Sunnsat-Wanderweg zweigen noch weitere Themenwege ab.

Oft begangen, und dennoch abseits ausgetretener Pfade, ist der hochalpine Ahrntaler Jakobsweg. Er führt von St. Jakob in acht Stunden über sieben Brücken und vorbei an mehreren Kirchen bis zur Jakobskirche in Weißenbach. Deutlich anspruchsvoller ist die Almenrunde zwischen Mühlegg und St. Peter, welche auf knapp 2.000 Metern Höhe parallel zum Sunnsat-Weg verläuft und in einer Gesamtgehzeit von neun Stunden die schönsten Berghütten des Ahrntals auffädelt. Der noch weiter oben gelegene Stabeler Höhenweg gehört zu den hochalpinen Höhenweg-Klassikern im Ahrntal. Er schlängelt sich auf über 2.500 Metern oberhalb der Vegetationsgrenze zwischen Schwarzensteinhütte und Chemnitzerhütte.

Im hintersten Ahrntal scheint die Welt zu Ende zu sein, doch herrschte dort im Mittelalter reger Verkehr. Auf dem Rücken von Pferden und auf den Schultern ausdauernder Männer wurden begehrte Güter über den Krimmler Tauernpass befördert: Etschländerwein und Schnaps nach Norden, Halleiner Salz und Saccharin nach Süden. Ahrntaler Bauern, die Weiden jenseits der Berge besaßen, trieben im Frühsommer und Herbst ihr Vieh über den 2.634 Meter hohen Pass, über Hundskehljoch und Birnlücke. Heute stehen die alten Grenzwege von Prettau nach Österreich bei Alpinisten hoch in der Gunst.

Kletterer finden im Ahrtal einige steile Herausforderungen. In Sand in Taufers sind es die Pursteinwand (Kletterfelsen und Klettersteig) sowie der Klettergarten Heachnbichl und Tobl. Auch beim Kofler zwischen den Wänden in Ahornach, in Drittlsand nahe Speikboden und auf dem Klettersteig zur Schwarzensteinhütte haben Naturabenteurer die Berge fest im Griff.

Weitere Infos unter www.ahrntal.it