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Skihelme im Test : Viele gut, aber keiner perfekt

Skibrille zum Kauf mitnehmen!


21.10.2010

Seit einigen Jahren erleben Skihelme und Snowboardhelme einen regelrechten Boom. "Und das ist auch gut so, können doch erwiesener Maßen schwere Schädel-Hirnverletzungen damit vermieden werden", berichtet ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Grund genug für den ÖAMTC, sich dieser Thematik vermehrt anzunehmen und technische Weiterentwicklungen genau zu verfolgen. "Ein standardisiertes Testverfahren soll zudem Helme jährlich auf ihre Sicherheit überprüfen", sagt Kerbl. Um den Käufern einen Überblick über das üppige und ständig wachsende Marktangebot an Skihelmen zu verschaffen, hat der ÖAMTC dieses Jahr 16 Helme einem umfangreichen Sicherheitscheck unterzogen.

"13 Helme konnten mit 'Gut' bewertet werden und nur für drei gab es ein 'Befriedigend'", fasst Kerbl das zufriedenstellende Ergebnis zusammen. "Allerdings konnte kein Helm ein 'Sehr Gut' erreichen. Das lässt auf viel Entwicklungspotenzial vor allem in den Bereichen Stoßdämpfung und Belüftung schließen." Das beste Gesamtergebnis erreicht der Head Sensor, der in allen Prüfbereichen - Sicherheit und Komfort - überzeugen konnte. Nicht überzeugen konnte hingegen der Cébé Spyner Flex. "Auch wenn die flexible Helmschale prinzipiell eine gute Idee ist, so lässt die Umsetzung doch zu wünschen übrig", kommentiert der ÖAMTC-Experte die Bewertung. "Der Helm fällt zu klein aus, drückt und ist schlecht belüftet."

Die breitgefächerte Angebotspalette an guten Produkten hat den Vorteil, dass es nahezu für jeden Geschmack und jedes "Geldbörsel" den optimalen Helm gibt. "Selbst die günstigen Produkte weisen keine Schwächen bei der Sicherheit auf", präzisiert der ÖAMTC-Experte. "Lediglich bei Komfort und Verarbeitung müssen bei manchen Modellen Abstriche gemacht werden."

Für den Helmkauf sollte man auf jeden Fall ausreichend Zeit einplanen, denn jeder in Frage kommende Helm muss unbedingt anprobiert werden. Der ideale Skihelm sollte nicht zu locker sitzen und darf auch nicht verrutschen. "Vorhandene Skibrillen bitte zum Kauf mitnehmen", rät der Experte des ÖAMTC. "Auch der beste Helm kann in Kombination mit der falschen Brille unangenehm drücken." Auf jeden Fall muss der neue Helm über die Kennzeichnung CE EN 1077 verfügen, denn nur diese weist ihn als geprüften Ski- oder Snowboardhelm aus, der die Mindestsicherheitsanforderungen erfüllt. "Auf Helme mit spröden Sonnenvisieren aus Plastik oder mit scharfen Kanten sollte generell verzichtet werden", empfiehlt Kerbl abschließend. "Denn diese können das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen."

Quelle: ÖAMTC